Die BAVARIA Werft – Einblick in den Schiffbau einer Yachtwerft

Es sind die Menschen, die Boote auf einer Werft bauen. Es sind die Menschen, die den Unterschied ausmachen. Trotz Serienfertigung ist immer noch sehr viel Handarbeit im Spiel. Und natürlich viel Know‐how, um auf einer Werft neue Modelle zu entwickeln.

Blick in eine Halle der Werft von BAVARIA YACHTS.

Produktmanager: Auftraggeber in einer Werft für neue Modelle

Was macht eigentlich ein Produktmanager auf einer Yachtwerft? Klar – er managt alles rund um das Produkt auf der Werft. Als Schnittstelle innerhalb der Werft zwischen allen, die mit dem Produkt arbeiten: Entwicklung und Produktion, Marketing und Vertrieb und so weiter. Der Produktmanager gibt die großen Leitplanken im Schiffbau auf einer Werft vor für ein neues Modell. Er legt die Preise fest, die Eigenschaften, die das Schiff auszeichnen sollen, und die gesamte Strategie. Noch anders gesagt, ist der Produktmanager rein formal der Auftraggeber innerhalb der Werft, wenn es um die Entwicklung neuer Yachten geht: Dies ist das Produkt (Schiff), welches ich gerne hätte. Bei BAVARIA YACHTS gibt es zwei solcher Produktmanager. Pascal für Segelyachten und Siep für Motorboote.

BAVARIA YACHTS Produktmanager Pascal Kuhn im Gespräch mit einem Kollegen

Vom Bodensee zur Yachtwerft BAVARIA YACHTS

Als studierter Schiffbauer und Ingenieur kennt Pascal aus der Praxis alles auf einer Werft, was tatsächlich passieren muss, damit aus einem leeren Blatt Papier ein fertiges Schiff wird. Nach dem Studium in Kiel ging er für sechs Jahre zu der italienischen Werft Wally Yachts, kam dann über einige andere Stationen zu BAVARIA. Zwischenzeitlich war er bei einer anderen großen Serienwerft, nun ist er wieder hier: „Ich habe immer noch eine besondere Verbundenheit zu BAVARIA. Ich bin am Bodensee aufgewachsen, in unserem Hafen mit vielen Liegeplätzen für Segelyachten und Motoryachten war einer der ganz großen Händler. Außerdem ist mein Lebensmittelpunkt seit vielen Jahren in Frankfurt und das ist nur eine Stunde entfernt, von Haustür zu Haustür!“ Unter der Woche bleibt er trotzdem meist in Giebelstadt, ganz in der Nähe der Werft.

Produktmanager Siep Keizer bei der Arbeit. ©ocean7.at

Produktmanager Siep Keizer bei der Arbeit. ©ocean7.at

Yachtbau und Märkte verstehen

Sein niederländischer Kollege Siep hat es, rein geografisch, nicht ganz so gut. Nimmt es aber gelassen professionell: „Es sind ja nur 600 Kilometer von der Werft bis nach Hause!“ Der Schiffbauer Pascal ergänzt sich mit seinem Kollegen, dem früheren Yachtmakler Siep, perfekt – denn der kennt aus jahrzehntelanger Erfahrung den Markt für Segelyachten und Motorboote sehr genau. „Den muss man verstehen“, sagen beide. Auch in Bezug auf einzelne Regionen: Eigner in Norwegen zum Beispiel haben andere Ansprüche ans Boot als Australier. Europa andere Vorschriften und Normen als Nordamerika oder andere Märkte auf der Welt.

Siep startete vor mehr als 20 Jahren als Yachtmakler, entwickelte dann aber auch schon bald eigene Bootsprojekte für Werften, in den Niederlanden beispielsweise gemeinsam mit Vripack Design. Auch hier bei BAVARIA YACHTS ist er für die Entwicklung der Produktreihe der Motorboote in der Werft zuständig. Und freut sich schon jetzt: „Es wird etwas Neues kommen. Und das wird etwas ganz Besonderes sein!“ Die Entwicklung der Ideen basiert auch auf vielen Meetings und Workshops mit den Händlern. Seine neue Aufgabe bei BAVARIA YACHTS jedenfalls liebt er: „BAVARIA bietet riesengroße Möglichkeiten mitzugestalten, wie neue Boote aussehen werden. Die werden dann weltweit verkauft und darauf darf man dann schon stolz sein!“

Zusammenbau der Armaturentafel in der Werft von BAVARIA YACHTS

German Engineering im Schiffbau

Pascal stimmt ihm zu, fügt noch an: „Allerdings kommt es dabei nicht auf unseren persönlichen Geschmack als Segler oder Motorbootfahrer oder Designer an. Im Serienyachtbau muss man eher pragmatisch denken, es muss einfach rundherum alles funktionieren. Natürlich soll das Schiff am Ende auch gut aussehen, aber darüber kann man ja bekanntlich mehrere Meinungen haben. Die wirkliche Herausforderung für uns ist, auch die Produktionseffizienz mit den Mitarbeitern und Bootsbauern am Band hinzubekommen. Sie ist immerhin eine der wichtigsten Kernkompetenzen von BAVARIA YACHTS, schon immer. Und dann am Ende ein Schiff zu präsentieren, die schön ist und die dem Kunden Freude macht, weil einfach alles durchdacht ist. Für mich ist es das, was German Engineering ausmacht!“

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